massiverLEICHTBAU 18 www massiverLEICHTBAU de Innovationstransfer Abbau von Innovationshemmnissen und weiterführende Leichtbaupotentiale Auf Basis von Expertenbefragungen wurde die Funktionsweise des Innovationssystems un tersucht um mögliche Hemmnisse zu identifizieren und weitere Potentiale aufzuzeigen Obgleich das Interesse am Leichtbau groß ist gibt es noch immer zahlreiche Innovationshemmnisse So stellt sich für viele z B die Frage nach der Nut zen Kosten Relation des Massiven Leichtbaus und die damit verbundenen technischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten Darüber hinaus ist fraglich wie der Umgang mit neuen Materialien und Bearbeitungs möglichkeiten konkret erfolgen soll und welche Investi tionskosten entstehen Weitere Innovationshemmnis se resultieren aus mangelndem Wissen Wissen schafft Vertrauen Durch Analysen des Antriebsstranges und des Fahrwer kes im Rahmen einer technischen Potentialbewertung lässt sich der Einfluss einer primären Gewichtsreduktion auf den Energieverbrauch und die Fahrsicherheit klar er mitteln In einem weiteren Schritt kann dann eine quan titative Bestimmung der sekundären Gewichtsreduktion erfolgen Um klare Aussagen treffen zu können wurden daher Simulationsmodelle aufgebaut Das Referenzmo dell entsprach einem Mittelklassefahrzeug mit Allradan trieb Im Leichtbaumodell wurden die in der Industrie initiative Massiver Leichtbau entwickelten Maßnahmen abgebildet Schließlich wurden Fahrmanöver definiert die eine Veränderung von Fahrsicherheit und Fahrkom fort durch die primäre Gewichtsreduktion zeigen wobei sich insbesondere auf die Fahrdynamik ein positiver Ein fluss zeigte Durch die primäre Massenreduktion wurden Potentiale für eine sekundäre Gewichtseinsparung mög lich da sich die Anforderungen von strukturellen und funktionalen Komponenten im Fahrzeug aufgrund der geringeren Fahrzeugmasse reduzieren und sie daher kleiner dimensioniert werden können Sekundäres Leichtbaupotential Im Rahmen der Untersuchung wurde das sekundäre Gewichtseinsparpotential von Kraftfahrzeugen am o g Beispielfahrzeug bestimmt Hierbei wurden drei unterschiedliche sich ergänzende Ansätze verfolgt Ein analytischer ein empirischer sowie ein dritter Ansatz der auf dynamischen Crash Simulationen basiert Zur Abschätzung des maximalen Potentials der sekundären Gewichtseinsparung wurde die Berechnung in mehre ren Iterationen durchgeführt Hierbei ging die jeweils vorhergehende Gewichtsreduktion als Eingangsgröße in die folgende Iteration ein In der Untersuchung zeig te sich dass nach der dritten Iteration keine weiteren signifikanten Reduktionen mehr möglich sind Die Gewichtseinsparungen der drei Iterationen 15 06 kg 5 25 kg 0 89 kg führten zu einer sekundären Gesamt reduktion von 21 20 kg Dieser Wert entspricht ca 50 der primären Gewichtsreduktion Kosten und Nutzen Interne Prozesse OEMs Systemzulieferer Mangelndes Wissen über Bauteileigenschaften Risiken Kommunikation Abstimmung entlang der Wertschöpfungskette Interne Prozesse Stahlwerke Umformunternehmen Atuelle Markttrends Elektromobilität Anzahl der Nennungen 0 5 10 15 20 25 Innovationshemmnisse die die Nutzung neuer Bauteil potentiale behindern

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