massiverLEICHTBAU 3 Vorwort Herausforderungen Chancen Potentiale Liebe Leserinnen und Leser Ein verantwortungsbewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und eine konsequente Reduzierung der CO2 Emissionen bilden die Zielgrößen der aktuellen und zukünftigen Entwicklung im Fahrzeugbau Um diese zu erreichen ist der Leichtbau eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien Das gilt vor allem auch für die Elektromobilität batteriebetriebener Fahrzeuge da sich so die hohen Gewichte der Energiespeichersysteme kompensieren lassen Ein erster revolutionärer Schritt auf dem Weg zum Leichtbau war in den 1990er Jahren die Vorstellung eines Serienfahrzeuges mit Ganz Aluminium Karosserie Diese Innovation bereitete den Weg für eine ganze Reihe von Entwicklungsprojekten deren Ergebnis moderne hochfeste und gut herstellbare Stahlkarosserien mit höchstem Leichtbaupotential und ausgezeichneter Recyclingfähigkeit sind Was bei der Fertigung von Karosserien gelang blieb für andere bauliche Kom ponenten des Fahrzeugs wie z B den Antriebsstrang zunächst unerreicht Ein Grund hierfür war unter anderem die auf verschiedene Unternehmen und Branchen verteilte Fertigung dieser Komponenten Um diese Problematik an zugehen wurde im Jahr 2013 eine Initiative der deutschen Massivumform Unternehmen und Stahlhersteller www massiverLEICHTBAU de auf den Weg gebracht Ziel war eine klare Gewichtsreduzierung im Antriebsstrang unter Anwendung bekannter Werkstoffe und Verfahren Auf den Ergebnissen die ser Initiative basierend konnte im Jahr 2015 dann der Forschungsverbund Massiver Leichtbau Innovationsnetzwerk für Technologiefortschritt in Bau teil Prozess und Werkstoff Design für massivumgeformte Bauteile der Auto mobiltechnik seine Arbeit aufnehmen Im Rahmen dieses vom Bundesminis terium für Wirtschaft und Energie über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e V AiF geförderten interdis ziplinären Verbundes gelang es die vorhandenen Potentiale für den Leichtbau die im Antriebsstrang durch den Einsatz neuer Stahlwerkstoffe und Fertigungs methoden stecken zu identifizieren und zu nutzen Darüber hinaus konnten Innovationshemmnisse die aus einer stark arbeitsteiligen Prozesskette aber auch aus unternehmensinternen Strukturen resultieren definiert werden Eine interessante Lektüre und gute Anregungen für eigene Umsetzungen der Ergebnisse wünscht Ihnen Prof Hans Werner Zoch Prof Dr Ing Hans Werner Zoch Geschäftsführender Direktor Leibniz Institut für Werkstofforien tierte Technologien IWT

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